• A
  • Ausführungsplanung (HOAI-Leistungsphase 5)

    Ausführungsplanung (HOAI-Leistungsphase 5)

    Im Vergleich zur Genehmigungsplanung sind die Inhalte der Ausführungsplanung konkret auf die Umsetzung des Vorhabens ausgelegt. In ihr müssen alle Informationen enthalten sein, die ein Bauunternehmer für die Umsetzung benötigt. Neben detaillierten Bauplänen in großem Maßstab (Grundrisse bzw. Schnitte im Maßstab 1:200 bis 1:50, Detailzeichnungen im Maßstab 1:20, ggf. sogar 1:1) gehören dazu auch Angaben zu Material, Qualität und Beschaffenheit, sowie zu möglichen Toleranzen.

    Die Ausführungsplanung muss bauliche, gestalterische, funktionale, technische, bauphysikalische, wirtschaftliche, energiewirtschaftliche und landschaftsökologische Anforderungen berücksichtigen. Die Ausführungsplanung wird während der Bauphase laufend aktualisiert und angepasst.

  • B
  • Bauausführung (HOAI-Leistungsphase 8)

    Bauausführung (HOAI-Leistungsphase 8)

    Während der Bauphase wird laufend überwacht, ob die beauftragten Unternehmen die Vorgaben einhalten, die in der Genehmigungs- und Ausführungsplanung bzw. in der Baugenehmigung enthalten sind und die laut Ausschreibungsunterlagen vereinbart wurden.


    Eine weitere zentrale Aufgabe der Bauüberwachung ist die Überwachung des Bauzeit- und Kostenplans. Zudem ist die Bauüberwachung koordinierende Instanz zwischen den Gewerken sowie den am Bau Beteiligten, sie führt ein Bautagebuch und ist verantwortlich für die Beseitigung etwaiger Mängel. Auch die behördliche Abnahme und letztlich die Übergabe des fertigen Bauwerks fällt u.a. in den Aufgabenbereich der Bauüberwachung.

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  • E
  • Entwurfsplanung (HOAI-Leistungsphase 3)

    Entwurfsplanung (HOAI-Leistungsphase 3)

    In der Entwurfsplanung konkretisieren sich die Ergebnisse der Vorplanung: Das Planungskonzept (zeichnerische Darstellung der gewählten Variante) wird durchgearbeitet und mit exakten technischen Plänen hinterlegt. Die Verhandlungen mit den Behörden über die Genehmigungsfähigkeit werden konkreter und es erfolgt eine fundierte Kostenberechnung. Der Vergleich mit der Kostenschätzung aus der Vorplanungsphase erfüllt dabei eine wichtige Kostenkontrollfunktion.

    Zudem erfolgt erstmals eine detaillierte Beschreibung der Baumaßnahme bzw. der einzelnen Bauwerke einschließlich der geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen der naturschutzrechtlichen Regelungen.

  • G
  • Genehmigungsplanung (HOAI-Leistungsphase 4)

    Genehmigungsplanung (HOAI-Leistungsphase 4)

    Die Übertragung der Entwurfsplanung in die für die Baugenehmigung (in vielen Fällen eine sog. Planfeststellung) erforderliche Form findet in der Genehmigungsplanung statt. Die Unterlagen werden entsprechend der Vorgaben der Genehmigungsbehörde (EBA) ergänzt, aufbereitet und zusammengestellt. Die Unterlagen, die bspw. für eine Planfeststellung eingereicht werden müssen, umfassen:

    • Erläuterungsbericht: Beschreibung des Vorhabens (u. a. Notwendigkeit der Maßnahme, technische Einzelheiten, untersuchte Varianten)
    • Lage- und Höhenpläne: Detaillierte Pläne in verschiedenen Maßstäben
    • Landschaftspflegerischer Begleitplan: Plan, in dem die Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dargestellt werden
    • Grunderwerbsplan: Lageplan, in dem die benötigten privaten Grundstücksflächen gekennzeichnet sind
    • Grunderwerbsverzeichnis: Das Verzeichnis gibt u. a. Auskunft über die beanspruchten Flurstücke und deren Eigentümer
    • Schalltechnische Unterlagen: Details zu Schallberechnungen und vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen
    • Erschütterungstechnische Unterlagen
    • Bauwerkspläne: Spezielle Pläne für den Bau von Brücken und Tunnelstrecken
    • Diverse Gutachten: Umweltverträglichkeitsstudie, Verkehrsuntersuchungen etc.

    Nicht zuletzt wirkt die DB als Vorhabenträgerin aktiv im Planfeststellungsverfahren mit, indem sie die Öffentlichkeit frühzeitig informiert, an den Erörterungsterminen teilnimmt und Stellungnahmen zu Einwänden verfasst.

  • Grundlagenermittlung (HOAI-Leistungsphase 1)

    Grundlagenermittlung (HOAI-Leistungsphase 1)

    In dieser Phase wird unter den Projektbeteiligten abgeklärt, welche Zielsetzung (verkehrlich, betrieblich, …) mit einem Projekt konkret verbunden ist. Da die Finanzierung von Infrastrukturprojekten zumeist (auch) durch öffentliche Mittel erfolgt, sind hier die Intentionen von bundes-, landes- oder kommunalpolitischen Akteuren oft maßgeblich bzw. müssen integriert werden.


    Neben der Festlegung bspw. der Art, Größe, Nutzung und technischen Standards kommt in dieser Phase auch der Standortanalyse eine zentrale Rolle zu, namentlich der Bestandsaufnahme bzgl. Grundstücken im möglichen späteren Baufeld, Naturschutzgebieten u.ä. Nicht zuletzt wird in Leistungsphase 1 auch ein erster finanzieller und zeitlicher Rahmen festgelegt.

  • H
  • Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

    Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

    Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist eine Bundesverordnung, die die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen in Deutschland regelt. Sie gilt für alle Personen, die in Deutschland für Projekte des Ingenieurbauwesens tätig sind, darunter fallen auch die auf dieser Seite dargestellten Projekte der Deutschen Bahn in und um München.
    Die HOAI gliedert sich in insgesamt neun Leistungsphasen:

    1. Grundlagenermittlung

    2. Vorplanung

    3. Entwurfsplanung

    4. Genehmigungsplanung

    5. Ausführungsplanung

    6. Vorbereitung der Vergabe

    7. Mitwirkung bei der Vergabe

    8. Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation

    9. Objektbetreuung

  • L
  • Linienzugbeeinflussung (LZB)

    Linienzugbeeinflussung (LZB)

    Die Linienzugbeeinflussung ist ein Sicherungssystem für Bahnstrecken und hat zwei Funktionen:

    • Sie informiert den Lokführer rechtzeitig über die Signalstellung an der Strecke und fordert ihn gegebenenfalls zum Bremsen auf.
    • Sie überwacht dauerhaft die Einhaltung der korrekten Geschwindigkeit und bremst den Zug gegebenenfalls automatisch ab.

    Mit der LZB können somit die Züge jederzeit gebremst werden. Dadurch werden Zusammenstöße von Zügen vermieden.

  • P
  • Planfeststellungsverfahren

    Planfeststellungsverfahren

    Von großen Bauvorhaben der DB ist eine Vielzahl von Personen und Interessensgruppen betroffen. Dazu zählen Anwohner und Bürger ebenso wie Naturschutzverbände, verschiedene kommunale Behörden oder Bürgerinitiativen – um nur einige Beispiele zu nennen.

    Um alle Betroffenen über das geplante Vorhaben zu informieren und sicherzustellen, dass allen öffentlichen und privaten Interessen Rechnung getragen wird, ist ein behördliches Verfahren, das sogenannte Planfeststellungsverfahren, gesetzlich vorgeschrieben, in dem die einzelnen Belange gegeneinander und untereinander abgewogen werden.

    Der Ablauf eines Planfeststellungsverfahrens gliedert sich in mehrere Schritte:

    1. Zunächst erstellt die Vorhabenträgerin – in diesem Fall die DB – die Planfeststellungsunterlagen, die das geplante Bauvorhaben in allen Einzelheiten erläutert und alle Lagepläne etc. umfasst. Die Unterlagen werden anschließend beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als zuständiger Genehmigungsbehörde eingereicht.
    2. Nach einer eingehenden Prüfung reicht das EBA die Unterlagen an die Anhörungsbehörde weiter (bspw. die Regierung von Oberbayern), die die Offenlage der Dokumente veranlasst. Während der einmonatigen Offenlage können die Bürger Einsicht in die Planfeststellungsunterlagen nehmen.
    3. In der Zeit der Offenlegung und bis zu zwei Wochen danach (Einwendungsfrist, bei Trägern öffentlicher Belange bis zu drei Monate nach Auslegung) können die Bürger und Interessenverbände schriftlich ihre Einwendungen gegen das Vorhaben geltend machen.
    4. Zu den Einwendungen werden anschließend von der DB Stellungnahmen verfasst, die wiederum von der Anhörungsbehörde geprüft werden. Bei Bedarf werden weitere Stellungnahmen von Natur-, Umwelt- und Immissionsschutzbehörden eingeholt.
    5. Die Anhörungsbehörde setzt in der Folge einen Erörterungstermin fest, bei dem alle Einwendungen und Stellungnahmen erörtert werden. Ziel dabei ist, zu einem einvernehmlichen Interessensausgleich zu gelangen. Die Ergebnisse gehen als zusammenfassende Stellungnahme zurück an das EBA.
    6. Das EBA prüft alle Ergebnisse und Sachverhalte abschließend und erlässt den Planfeststellungsbeschluss. Dieser enthält eine Entscheidung über alle im Erörterungstermin nicht erledigten Einwendungen. Einwender haben die Möglichkeit, gegen den Beschluss zu klagen.
    7. Mit Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses erhält die DB Baurecht.
  • Projektabschluss / Restarbeiten

    Projektabschluss / Restarbeiten

    Nach der erfolgten Inbetriebnahme sind – je nach Projektgröße – noch zahlreiche Aufgaben zu erledigen: Auf Seiten des Projektmanagements gehören dazu bspw. die Projektdokumentation, um Planung und Bau später möglichst lückenlos nachvollziehen und alle Aktivitäten bei Bedarf nachweisen zu können. Zudem werden Projekte evaluiert und reflektiert, um mögliche Erkenntnisse und Erfahrungen in kommende Vorhaben einfließen lassen zu können und Abläufe weiter zu verbessern. Nach Bauabschluss wird zudem kontrolliert, ob Zielsetzung und Umsetzung einander entsprochen haben und ob etwa die Zeit- und Kostenpläne eingehalten wurden.


    Außerdem müssen nach Bauabschluss meist noch zahlreiche Restarbeiten erledigt werden. Auf der kaufmännischen Seite gilt es bspw. mögliche offene Rechnungen zu stellen oder aber zu begleichen, Projektkonten zu schließen und im Rahmen einer Nachkalkulation die letztendliche kaufmännische Bilanz zu ziehen. An den tatsächlichen Baustellen sind nach Inbetriebnahme oft noch kleinere Restarbeiten zu erledigen, die sich nicht auf die Funktionstüchtigkeit des Bauwerks auswirken (z.B. Malerarbeiten o.ä.), zudem müssen Baustelleinrichtungsflächen und -wege zurückgebaut und wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.

  • Projektidee / Machbarkeitsprüfung

    Projektidee/Machbarkeitsprüfung

    Jedem Bauprojekt liegt eine Idee zugrunde, wie sich aktuelle Erfordernisse oder zukünftige Entwicklungen im positiven Sinne beeinflussen lassen. Wird diese Idee meist noch in groben Zügen und relativ informell formuliert, setzen sich Fachexperten im Rahmen der Machbarkeitsstudie konkret und systematisch damit auseinander, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Idee realisiert werden kann. Im Einzelnen geht es um Fragen nach

    • der technischen Machbarkeit:
      Kann das Projekt mit den aktuell zur Verfügung stehenden Techniken grundsätzlich umgesetzt werden? Oder können technische Lösungen entwickelt werden, die die Umsetzung ermöglichen? Welche Lösungen sind das?
    • der organisatorischen Machbarkeit:
      Stehen die organisatorischen Strukturen für die Bewältigung des Projekts zur Verfügung oder können geschaffen werden? Wie müssen diese aussehen?
    • der wirtschaftlichen Machbarkeit:
      Mit welchen Kosten muss bis zum erfolgreichen Projektabschluss gerechnet werden? Stehen die Mittel zur Verfügung und werden sie im Rahmen des Projekts wirtschaftlich sinnvoll verwendet?
    • der Verfügbarkeit von Einsatzmitteln:
      Stehen ausreichend Personal, Rohstoffe und technische Ausrüstung zur Verfügung? Aber auch: Ist bspw. genug Fläche und Zeit für die Umsetzung vorhanden?
    • dem Projektumfeld:
      Herrscht tatsächlich Bedarf an einer Umsetzung des Projekts? Welche ökologischen, juristischen und politischen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
  • Ü
  • Überwerfungsbauwerk

    Als Überwerfungsbauwerk bezeichnet man eine Brücke oder einen Tunnel am Schnittpunkt mehrerer Bahnstrecken. Strecken und Gleise können sich damit kreuzen, ohne dass die Züge sich gegenseitig behindern.
    Ähnliche Bauwerke gibt es auch im Straßenverkehr, beispielsweise an Autobahnkreuzen. Dort ermöglichen Sie z.B. ein Abbiegen ohne Behinderung des Gegenverkehrs.

  • V
  • Vergabe der Hauptbauleistung (HOAI-Leistungsphasen 6 und 7)

    Vergabe der Hauptbauleistung (HOAI-Leistungsphasen 6 und 7)

    Die Vorbereitung bei der Vergabe umfasst die Erstellung fundierter Leistungsbeschreibungen und -verzeichnisse für die unterschiedlichen Leistungsbereiche, die anschließend öffentlich ausgeschrieben werden. D.h. jedes Unternehmen, das sich für die Erbringung einer Leistung (bspw. Tiefbau, Hochbau, Oberleitungsbau, …) bewirbt, muss aus den Unterlagen ersehen können, was genau vom Auftraggeber erwartet wird. Nur so können verbindliche Angebote abgegeben und eingehalten werden.
    In Phase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe) ist die Ausschreibung selbst verortet, d.h. das Einholen, Vergleichen und Bewerten von Angeboten, einschließlich des Aufstellens eines Preisspiegels nach Teilleistungen, sowie die anschließenden Verhandlungen mit den Bietern und letztlich die Mitwirkung bei der Auftragserteilung.

  • Vorplanung (HOAI-Leistungsphase 2)

    Vorplanung (HOAI-Leistungsphase 2)

    Ein zentraler Punkt innerhalb der Vorplanung ist die Variantenuntersuchung, d.h. die Betrachtung unterschiedlicher in Frage kommender Umsetzungsmöglichkeiten, bspw. in Hinblick auf die künftige Trassenführung. Am Ende der Untersuchung steht die Erarbeitung einer Vorzugsvariante, in der nicht nur technische und planerische Einflussgrößen zum Tragen kommen, sondern ebenso die Belange von betroffenen Kommunen und Anwohnern sowie von Umweltverbänden etc. Umweltverträglichkeitsstudien sind daher ggf. ebenso Teil der Vorplanung wie Baugrunduntersuchungen.

    In der Vorplanungsphase nehmen die Projektpartner Vorverhandlungen mit den betroffenen Behörden über Genehmigungsfähigkeit und Kostenbeteiligung auf und beschaffen notwendige Unterlagen. Ebenso fällt in diese Phase die Erstellung einer tragfähigen Kostenschätzung sowie eines skizzenhaften Planungskonzeptes.